Menschen, die zu Opfern werden, verlieren mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Es entsteht eine Asymmetrie zwischen ihnen und denjenigen, die ihr Leid betrachten. Nicht nur, dass sie mehr oder weniger auf Hilfe angewiesen sind. Sie locken auch diejenigen an, die in ihrem Leid den Stoff für Fotos und Berichte sehen. Unmerklich werden sie in kürzester Zeit zu Objekten der Neugier. …mehr
Auf den Spuren des Krieges in der Ukraine
Der menschliche Faktor
Nahezu zeitgleich mit den Meldungen von Unglücksfällen tauchen die ersten Beschuldigungen wegen der vermeintlichen Nachlässigkeit der mehr oder weniger Verantwortlichen auf. Demnach laufen Vorkehrungen zur Wahrung der Sicherheit immer dann ins Leere, wenn die Verantwortlichen versagen. Doch diese Sichtweise ist zu einfach. … mehr
Andreas Herzaus Sicht auf die Welt
Der Titel des neuen Bandes könnte prosaischer nicht sein: «Gucken». Man kann ihn auch als Understatement auffassen, denn Andreas Herzau war weit mehr als nur ein «Gucker». An seinen Bildern fiel gerade auf, dass sie ausgesprochen durchdacht waren. Nicht umsonst hat sich das Journal 21 viermal mit seinen Arbeiten beschäftigt. Das lag auch an der Themenvielfalt von Andreas Herzau. …mehr
Nichts Dringlicheres als die Rente?
Die Junge Union stellt sich dem Kanzler in einer Frage in den Weg, die mittlerweile über Sein und Nichtsein der Koalition zwischen CDU/CSU und SPD entscheiden kann. Es geht um die Rente und um das Problem, wie sie jetzt und später bemessen werden soll. Müssen am Ende die Jungen mehr und mehr für die Alten zahlen? – Gibt es aber für junge Politiker keine wichtigeren Themen? …mehr
Die rätselhafte Schwäche des Christentums in Europa
Auch in diesem Jahr haben die Kirchen in Westeuropa wieder massiv an Mitgliedern eingebüsst, und die Gottesdienste werden immer weniger besucht. Nur wenn gerade ein Papst stirbt und ein neuer sein Amt antritt, flackert auf dem Petersplatz noch einmal etwas von dem auf, was an die frühere Frömmigkeit erinnert. Aber auch die Theologen reden heute lieber vom Diesseits als vom Jenseits. Ein Irrweg, meint Jürgen Habermas. …mehr